Urlaub mit Rücksicht auf die Umwelt
Suchst du nach umweltfreundlichem oder grünem Camping? Dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Begriffe wie grün, nachhaltig und umweltfreundlich sind nicht immer leicht einzuordnen. Was bedeuten sie eigentlich – und was tut der Campingplatz ganz konkret?
Hier bekommst du einen einfachen Leitfaden dazu, worauf du achten kannst, welche Fragen du stellen solltest und wie du selbst besser einschätzen kannst, was zu deinen Vorstellungen von einem Campingurlaub mit mehr Rücksicht auf die Umwelt passt.
Natur bewusst erleben
Schau hinter die großen Worte
Grün. Nachhaltig. Umweltfreundlich.
Wenn dir diese Begriffe begegnen, frag dich:
Was steckt eigentlich dahinter?
Achte auf konkrete Informationen. Gibt es auf dem Campingplatz Möglichkeiten zur Mülltrennung? Einrichtungen für Grauwasser und Toilettenentleerung? Eine Umweltzertifizierung? Oder andere Maßnahmen, die der Campingplatz genauer beschreibt?
Je konkreter die Informationen sind, desto leichter kannst du einschätzen, was der Campingplatz tatsächlich anbietet.
Schau genauer hin, was das Siegel bedeutet
Ein Siegel fällt schnell ins Auge. Aber wofür steht es eigentlich?
Hat ein Campingplatz eine Umweltzertifizierung, lohnt sich ein genauerer Blick. Wer steht hinter der Zertifizierung? Welche Anforderungen gelten? Und nach welchen Kriterien wird der Campingplatz bewertet?
So kannst du besser verstehen, was das Siegel konkret aussagt – statt einfach davon auszugehen, dass es „grün“ bedeutet.
Möchtest du mehr über Umweltzertifizierungen erfahren?
Umweltzeichen und Zertifizierungen können dir dabei helfen zu erkennen, nach welchen konkreten Anforderungen ein Campingplatz arbeitet.
Erfahre mehr über Zertifizierungen wie EU Ecolabel und Green Camping, was sie abdecken, und finde Campingplätze mit Umweltzertifizierungen.
Keine Antwort gefunden? Frag nach
Nicht alles steht auf der Website.
Wenn du etwas wissen möchtest, frag direkt beim Campingplatz nach.
Wie wird der Abfall sortiert? Gibt es eine Umweltzertifizierung? Welche Einrichtungen gibt es für Wohnmobile? Lässt sich die Umgebung zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden?
Die Gastgeber kennen die Region am besten. Nutze ihr Wissen vor Ort.
10 kleine Gewohnheiten, die du einfach mit in den Urlaub nehmen kannst
1. Gönn auch dem Wasserhahn eine Pause
Lass das Wasser nicht laufen, während du dir die Zähne putzt oder abwäschst. Dreh den Hahn zwischendurch zu und achte auch beim Duschen darauf, wie lange das Wasser läuft.
2. Gönn auch dem Auto mal eine Pause
Nicht jedes Urlaubserlebnis muss mit einer Autofahrt beginnen. Geh zu Fuß, steig aufs Fahrrad oder nutze öffentliche Verkehrsmittel, wenn es passt. Vielleicht liegt das nächste Erlebnis näher, als du denkst.
3. Erst sortieren, dann entsorgen
Die Mülltrennung kann von Campingplatz zu Campingplatz unterschiedlich sein. Schau deshalb kurz auf die Schilder und wirf deinen Abfall in die richtige Tonne. Wenn du unsicher bist, frag einfach die Gastgeber.
4. Entleere dort, wo es vorgesehen ist
Bist du mit Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs? Nutze für Grauwasser und Toiletten immer die dafür vorgesehenen Entsorgungsstationen auf dem Campingplatz.
5. Gib Resten eine zweite Chance
Das Abendessen von gestern kann heute ein richtig gutes Mittagessen sein. Plane deine Einkäufe, bewahre Reste auf und schau erst in den Kühlschrank, bevor du Neues kaufst.
6. Ausschalten und in den Urlaubsmodus wechseln
Schalte Licht und elektrische Geräte aus, wenn du sie nicht brauchst. Und gönn auch den Bildschirmen mal eine Pause – ein Kartenspiel, ein gutes Buch oder ein langer Abend draußen brauchen schließlich kaum Strom.
7. Nutze, was du schon hast
Camping muss nicht mit einem Großeinkauf beginnen. Nimm die Ausrüstung mit, die du bereits hast, leih dir etwas von Freunden oder Familie oder miete Dinge, die du nur selten brauchst.
8. Mitnehmen. Benutzen. Wiederverwenden.
Pack eine wiederverwendbare Trinkflasche, Brotdose, Tasse und Geschirr ein. Ob am Strand, beim Picknick oder auf dem Campingplatz – du kannst sie während des ganzen Urlaubs immer wieder benutzen.
9. Hinterlass den Ort so, wie du ihn selbst gern vorfinden würdest
Nimm deinen Müll mit, beachte die örtlichen Regeln und gib Tieren, Pflanzen und anderen Menschen den Platz, den sie brauchen. Ein bisschen Rücksicht hilft dabei, den Ort auch für die Nächsten schön zu hinterlassen.
10. Schau zuerst gleich um die Ecke
Das nächste Urlaubserlebnis muss nicht eine Autostunde entfernt liegen. Schau nach Wander- und Fahrradrouten, Stränden, Naturgebieten, kleinen Orten und Erlebnissen rund um den Campingplatz. Vielleicht liegt der schönste Ausflug des Tages näher, als du denkst.